Was ist Selbstbehauptung
Selbstbehauptung
Die Selbstbehauptung auch: Ich-Beteiligung, Ego-Involvement, Ich-Bezug - bezeichnet die bewußte und unbewußte Bezugnahme eines Individuums zu situativen, personellen oder anderen Stimuli, die meist von zentraler Bedutung für sein soziales Verhalten sind.
Es ist ein allgemein beschreibender Begriff mit relativ hoher Unschärfe, da er das Konstrukt des Ich als außerordentlich komlexe Gegebenheit einschließt.
Die Selbstbehauptung wird aufgefaßt als Ausmaß des Selbstbezugs (als ein Teil der Motivation für ein bestimmtes Verhalten) oder auch als Grad der auf die eigene Person gerichteten bzw. vom eigenen Ich abhängigen Handlungstendenzen sowie als Umfang, in dem das Selbstkonzept, d.h. das Selbstbild, bei anderen psychischen Prozessen (siehe Wahrnehmungspsychologie, Denken, Handlung) mitbeteiligt bzw. mitbewußt ist.
Diesen Auffassungen liegt die Vorstellung zugrunde, daß das "Ich" sowohl zentrale Instanz als auch zentralisierendes Organisationsprinzip ist. Als solches führt es über aktuell veränderte Einstellungen der Person zu sich selbst zu Aktivitäten, die die eigene Person zum Gegenstand haben bzw. in irgendeiner Weise Störungen des Selbstgefühls anzeigen oder regulieren.