Wo passiert am meisten - Fakten über Sexualdelikte
Die meisten Sexualdelikte passieren nicht in irgendwelchen dunklen Parks oder Tiefgaragen. Diese Fälle werden nur sehr gern von den Medien aufgebauscht, da sich damit gut Schlagzeilen machen lassen.
Der größte Teil der Sexualdelikte, nämlich über 65 Prozent (laut Polizeistatistiken), sind so genannte Beziehungstaten, d.h. Täter und Opfer kennen sich bereits in irgendeiner Form. Dies können flüchtige oder auch so genannte gute Bekannte, aber genauso auch Verwandte sein!
Die Dunkelziffer in diesem Bereich ist besonders hoch, so dass dieser Anteil sicher noch höher einzuschätzen ist.
Der "typische" Sexualverbrecher wie ihn die Medien gerne darstellen ist eher selten. Die meisten Taten passieren also eher im häuslichen Bereich, in der eigenen Wohnung oder der eines Bekannten oder Verwandten!
Statistik über Vergewaltigung 1984 wurden ca. 6000 Vergewaltigungen angezeigt, die Dunkelziffer wird teilweise um das Zehnfache höher geschätzt. Bei einer Anzeige einer Sexualstraftat beträgt die Aufklärungsquote ca. 70%. Die statistisch am meisten betroffene Zielgruppe ist zwischen 14 und 21 Jahre alt. Das jüngste bekannt Opfer war 2 Monate alt, das älteste 85 Jahre. 76% der Überfälle waren sorgfältig geplant. In 85% der Vergewaltigungen wurden Waffen oder physische Gewalt benutzt. 56% der Taten fanden in der Wohnung des Opfers statt. 70% der Täter waren vorbestraft, davon 85% wegen Vergewaltigung. Ca. 2 Drittel der Täter sind Bekannte oder Verwandte der Opfer. 1998 fanden täglich ca. 500 Vergewaltigungen statt, nur ca. 50 wurden bei der Polizei gemeldet. Also fand alle 3 Minuten eine Vergewaltigung statt. 80% aller Taten sind Beziehungstaten. Die meisten Taten finden in Räumen (eigene oder Wohnung des Täters), in Fahrstühlen, in Autos, in Toiletten oder in Fluren statt. Nur 20% der Taten finden draußen statt. Alle Opfer haben Angst, wenn der Täter wieder frei kommt. (Stern-TV im Frühjahr 1998). Egal, welcher Statistik man glaubt, Vergewaltigung ist ein schweres Verbrechen. Abgesehen von diversen körperlichen Verletzungen, die im besten Fall ausheilen, gibt es auch die Gefahr einer Infektion mit HIV oder Hepatitis. Auch die Möglichkeit einer unerwünschten Schwangerschaft ist in Betracht zu ziehen. Am schlimmsten sind aber sicherlich die möglichen psychischen Langzeitfolgen, wie Angst, Alpträume, eine gestörte Sexualität oder die Unfähigkeit eine Beziehung zu führen (50 % aller Partnerschaften werden nach einer Vergewaltigung beendet).
Der statistische Vergewaltiger ist ein 18 jähriger ungelernter Arbeiter mit unterdurchschnittlicher Intelligenz. Die statistische Tatzeit ist an einem Samstag im August zwischen 20.00 und 02.00 Uhr.
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